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 <published>2005-12-17T21:51:04+0200</published>
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 <title>Niemand will jeden Mausklick überwachen</title>
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 <content type="text/html"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
Nun ist das Kind doch in den Brunnen gefallen, im EU-Parlament hat
eine große Koalition der Willigen die Vorratsdatenspeicherung
durchgewinkt :-((

Und was meint unser neuer großer Bruder dazu: "Niemand will jeden
Mausklick überwachen." Tja, Herr Schäuble, es gab da vor Ihnen schon
andere deutsche Politiker, die hatten auch nicht die Absicht, eine
Mauer zu bauen, und auf einmal &emdash; ganz, ganz plötzlich &emdash;
stand sie doch da... Außerdem ist der Herr Innenminister strikt gegen
eine Kostenerstattung, es wäre ja schließlich staatsbürgerliche
Ehrenpflicht, im Kampf gegen den Terror zu helfen. Im Endeffekt ist es
ja relativ egal, ob wir unsere eigene Überwachung nun über Steuern
oder Telefon/Internetzugangs-Gebühren mitzahlen, aber ein paar
kleinere Provider wird es das Leben kosten.

Das Dumme ist nur, daß man mit dieser Mammutüberwachung keinen
einzigen Terroristen fangen wird (außer vielleicht mal einen, der sich
besonders doof anstellt.) Denn sie ist immer noch leicht zu umgehen:
Man besorge sich ein Handy und Prepaid-Karte aus dem Ausland und die
Gespräche sind nicht mehr einer Person zuzuordnen. Genauso kann man im
Internet-Bereich auf anonymisierende Proxies zurückgreifen und dorthin
verschlüsselt kommunizieren, am besten noch aus dem Internet-Cafe oder
vom Anschluß eines unbeteiligten Dritten aus. Das hat den gleichen
Effekt, die gespeicherten Daten lassen keinen Rückschluß auf die
kommunizierende Person mehr zu.

Was ich mich immer gefragt habe ist, was denn da nun eigentlich genau
gespeichert werden soll. Wenn man sich den <a href="http://europa.eu.int/eur-lex/lex/LexUriServ/site/de/com/2005/com2005_0438de01.pdf">Richtlinienvorschlag</a>
mal ansieht, fällt beim Überblättern des einleitenden Bla-Bla erstmal
folgendes auf: (Seite 5)

<blockquote>

Einholung und Nutzung von Expertenwissen\<br/>
Externes Fachwissen wurde nicht benötigt

</blockquote>

Ja, das merkt man, daß da keiner Ahnung von der Technik hatte :-)
Weiter hinten im Anhang findet sich dann eine lange Liste der zu speichernden
Daten. Hier mal ein Auszug betreffend "Internetzugang, E-Mail per
Internet und Sprachübermittlung per Internet" (Zitate kursiv):

<ol class="bodylist">
<li class="bodylistitem">

<em>zur Rückverfolgung und Identifizierung der Quelle einer Nachricht
benötigte Daten:</em>

<ol class="bodylist">
<li class="bodylistitem">

 <em>die vom Internet-Provider für eine Nachrichtenübermittlung
 zugewiesene dynamische oder statische Internet-Protokoll-Adresse</em>

</li>
<li class="bodylistitem">

 <em>die Benutzerkennung der Quelle einer Nachricht</em>

 Daß die einzelnen Nutzern zugewiesene dynamische IP-Adresse gespeichert
 werden solle, war ja von vornherein klar. Aber was bedeutet das im
 Zusammenhang mit E-Mail? Die vom Provider zugewiesene
 E-Mail-Adresse? Wer zwingt mich, die zu benutzen, geschweige denn
 den SMTP-Server des Providers?

</li>
<li class="bodylistitem">

 <em>die Anschlusskennung oder Rufnummer, die jeder Nachrichtenübermittlung
 über das öffentliche Telefonnetz zugewiesen wird</em>

 Hm, meint das wieder die IP-Adresse, oder die Telefonnummer des
 Analog/ISDN-Anschlusses, der zur Einwahl benutzt wurde? Was ist bei DSL?

</li>
<li class="bodylistitem">

 <em>Name und Anschrift des Teilnehmers bzw. registrierten Nutzers, dem die
 IP-Adresse, Anschlusskennung oder Benutzerkennung zum Zeitpunkt der
 Nachrichtenübermittlung zugewiesen war</em>

</li>
</ol>

</li>
<li class="bodylistitem">

<em>zur Rückverfolgung und Identifizierung des Adressaten einer Nachricht
benötigte Daten:</em>

<ol class="bodylist">
<li class="bodylistitem">

 <em>Anschluss- oder Benutzerkennung des bzw. der geplanten Empfänger
 einer Nachricht</em>

 Wenn man sich ins Internet einwählt, ist ja erstmal kein Empfänger
 in diesem Sinne vorhanden. Soll das also die Ziel-IP eines IP-Pakets
 sein? Und ist bei Mail die To:-Adresse gemeint? Dann müsste man den
 Datenstrom der SMTP-Verbindung mitschneiden, denn From:- und
 To:-Adressen werden auf Layer 7 vermittelt.

</li>
<li class="bodylistitem">

 <em>Name und Anschrift des bzw. der Teilnehmer oder registrierten Nutzer,
 an die die Nachricht gerichtet ist</em>

 Jetzt wird's lächerlich! :-) Woher bitte soll ein Provider das
 wissen? Innerhalb der EU könnte man die einzelnen Provider
 vielleicht noch zu gegenseitigem Datenaustausch verpflichten, aber
 wenn die Zieladresse außerhalb der EU liegt? Was ist, wenn man eine
 Mail an &lt;johndoe@evil.org&gt; schreibt, wie soll man bitte dessen
 Name und Anschrift rausfinden? Oder wenn man eine Webseite aufruft,
 die auf den Osterinseln gehostet wird?

</li>
</ol>

</li>
<li class="bodylistitem">

<em>zur Bestimmung von Datum, Uhrzeit und Dauer einer
Nachrichtenübermittlung benötigte Daten:</em>

<ol class="bodylist">
<li class="bodylistitem">

 <em>Datum und Uhrzeit der An- und Abmeldung für eine Internet-Sitzung
 ausgehend von einer bestimmten Zeitzone</em>

</li>
</ol>

</li>
<li class="bodylistitem">

<em>zur Bestimmung der (mutmaßlichen) Endeinrichtung benötigte Daten:</em>

<ol class="bodylist">
<li class="bodylistitem">

 <em>die für die Einwahl verwendete Rufnummer</em>

</li>
<li class="bodylistitem">

 <em>der DSL-Anschluss oder eine andere Endpunktkennung des Urhebers
 der Nachrichtenübermittlung</em>

</li>
<li class="bodylistitem">

 <em>die MAC-Adresse (Media Access Control) oder sonstige Gerätekennung
 des vom Urheber der Nachrichtenübermittlung verwendeten Geräts</em>

 Äh, welches Gerät soll da gemeint sein? Mein PC vielleicht? Woher
 soll mein Provider dessen MAC-Adresse kennen? Das bei Analogmodem
 und ISDN übliche PPP-Protokoll überträgt als Layer 3-Protokoll keine
 MAC-Adressen, die kann man also gar nicht auf Providerseite
 aufzeichnen. Wenn man ein per Ethernet angeschlossenes
 DSL-Modem/Router hat, dann wäre dort die Source-MAC noch sichtbar,
 als Protokoll zum DSLAM in der Vermittlungsstelle wird aber
 PPP-over-ATM eingesetzt, wo wiederum keine MACs transportiert
 werden. Soll es da ein spezielles Protokoll nebendran geben, das die
 Source-MAC übermittelt? Und selbst wenn man das tun würde, könnte
 man immer noch einen Router dazwischenschalten, so daß nur dessen
 MAC sichtbar wird.

 Oder, andere Interpretation: Es könnte bei DSL irgendeine ID des
 Modems sein. Aber auch dafür gibt es meines Wissen kein Protokoll,
 das diese dem Provider mitteilt. Und abgesehen davon taugt es nicht
 als "Endpunktkennung", denn das Modem vermittelt ja wiederum nur.

</li>
</ol>

</li>
</ol>

Als Zusammenfassung kann da nur ein anderes Zitat dienen, diesmal
deutlich älteren Datums: "Denn sie wissen nicht, was sie tun..."
Technisch gesehen ist es grober Unfug, was da teilweise gespeichert
werden soll. Nichtsdestotrotz werden die Provider verpflichtet, auf
eigene Kosten riesige Datenhalden anzulegen, die die Überwacher
mangels ausreichend dicker Leitungen wohl niemals abrufen können. (Das
DE-CIX hat ausgerechnet, daß sie wahrscheinlich täglich 690000 CDs
an Daten produzieren würden!)

</div></content>

</entry>

<entry>
 <published>2005-12-07T21:36:15+0200</published>
 <issued>2005-12-07T21:36:15+0200</issued>
 <updated>2005-12-07T22:55:33.925827+0200</updated>
 <link href="http://blog.hodek.net/story/280761" rel="alternate" title="Will Frankreich OpenSource verbieten??" type="text/html"/>
 
 
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 <title>Will Frankreich OpenSource verbieten??</title>
 <id>http://blog.hodek.net/story/280761</id>
 <content type="text/html"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
In Frankreich soll gerade ein neues Urheberrechtsgesetz
(<a href="http://www.assemblee-nationale.fr/12/dossiers/031206.asp">DADVSI</a>)
im Eilverfahren noch vor Weihnachten durchgepeitscht werden. Neben
schon anderweitig bekannten Grausamkeiten wie dem Verbot,
Kopierschutzmaßnahmen (die es technisch <a href="http://blog.hodek.net/story/341410">eigentlich gar nicht
gibt</a>) zu umgehen, soll man auch
keine Werkzeuge oder Informationen dazu verbreiten dürfen. Letzteres
läßt sich, wie in den USA mit dem DMCA bereits vorexerziert, durchaus
auch als Zensurwerkzeug mißbrauchen.

Aber der dicke Hammer kommt erst noch: Des weiteren ist geplant, daß

<blockquote>

Software für die Übertragung kopiergeschützten Materials ohne die
Integration von Wasserzeichen oder DRM verboten werden soll.

</blockquote>

(zitiert nach <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/67057">Heise Online</a>)

Ähm, moment mal... "kopiergeschütztes" Material könnte ja so ziemlich
alles sein, denn egal ob es nun abspielgeschützt ist oder nicht ist,
es immer noch eine Ansammlung von Bits und damit direkt nicht zu
unterscheiden von anderen derartigen Bithaufen (beispielweise eine
beliebige Webseite, irgendein Freeware-Programm, Omas (digitalisierte)
Rezeptsammlung, usw. usf.) Daraus folgern wir also, daß eigentlich
bei <em>jeglicher</em> Datenübertragung DRM und/oder Wasserzeichen
berücksichtigt werden müssen.

Auf der anderen Seite kann DRM nicht in OpenSource implementiert
werden, denn irgendwo muß in dem DRM-Programm ein geheimer Schlüssel
drinstecken (oder zumindest ein geheimes Verfahren, was aber deutlich
unsicherer ist). Und da sich in offenen Quellen nichts geheim halten
läßt, paßt das einfach nicht zusammen.

Aber beide Tatsachen kombiniert bergen Sprengstoff: Wenn
Datenübertragungs-Software gesetzlich zu DRM verpflichtet ist und DRM
mit OpenSource unverträglich ist, dann wäre dem DADVSI zufolge jedes
quelloffene Programm zur Datenübermittlung illegal! Und das ist ein
ziemlich weites Feld: diverse FTP-Clients, viele FTP-Server, der
Webserver Apache, der Browser Firefox, SSH, ... Ganz abgesehen davon,
daß sicher auch der aktuelle MS Internet Exploder nicht den
Anforderungen entspricht :) Und wenn man's noch genauer ansieht, kann
man z.B. Musikdateien auch per USB-Stick kopieren. Ist der
Dateisystemtreiber nun auch Software, die DRM beherrschen müßte?

Wenn das so durchgezogen wird, dann bricht in Frankreich mit
Inkrafttreten dieses Gesetzes die komplette Internet-Infrastruktur
zusammen, vielleicht sogar noch mehr. Wollen sie das? Nein,
wahrscheinlich wohl nicht, jedenfalls nicht so direkt. Einerseits
wurden da wohl nicht alle Implikationen durchdacht, und man hat bei
"Software für die Übertragung kopiergeschützten Materials" nur an
Peer-to-Peer-Programme gedacht, obwohl es da auch keinen zwingenden
Zusammenhang gibt.

Aber andererseits wird es manchen nur recht sein. Denn durch so
weitreichende Verbote, die in der Praxis kaum beachtet werden
(können), macht sich quasi jeder irgendwie schuldig. So wie heute
schon ein schlecht gelaunter Polizist bei einer Verkehrskontrolle
irgendeinen Verstoß findet, wenn er nur lange genug sucht, und sei's
nur das Ablaufdatum des Verbandskastens. Das kann ausgenutzt werden,
wenn jemand sich an anderer Stelle unbeliebt oder verdächtig macht...

Nun frage ich mich, was man gegen solche Gesetze wie in Frankreich
geplant tun könnte. Zum einen der immer gleiche Aufruf: Laßt die
Content-Mafia am ausgestreckten Arm verhungern, kauft einfach nichts
von ihnen! Wenn die Umsätze weiter sinken, sind zwar erstmal wieder
die pösen Raubkopierer und alles andere schuld, aber auf Dauer ist das
das beste Druckmittel. Musik, Filme usw. können noch so gut gegen
Kopien geschützt sein, wenn niemand das Zeug kaufen will, dann ist es
nichts wert.

Die andere Frage ist, ob die OpenSource-Gemeinde irgendwelche
Gegenaktionen ergreifen kann. Laut FSF Frankreich wurden
OS-Programmier bereits
<a href="http://www.fsffrance.org/news/article2005-11-25.en.html">aufgefordert</a>,
ihre Lizenzmodelle zu ändern. Hm, der französische Staat verwendet
doch auch bestimmt an etlichen Stellen OS-Software, oder? Wie wäre es,
wenn die Programmierer nun tatsächlich ihre Lizenzen ändern, aber
dahingehend, daß staatlichen Institutionen solcher OS-feindlichen
Länder keine Lizenz zur Ausführung mehr gewährt wird? Das geht leider
nicht rückwirkend für bereits mit anderen Lizenzen versehene, alte
Versionen, aber immerhin wären Updates bestehender Systeme damit
illegal, und somit z.B. keine Security Updates mehr möglich.
Schließlich sind OS-Programmierer auch Urheber ihrer Software und
frei, Lizenzen zu vergeben wie es ihnen gefällt *eg* Warum sollten sie
nicht die Rechte eines Urhebers, die hier ja angeblich verteidigt
werden sollen, für sich in Anspruch nehmen?

</div></content>

</entry>

<entry>
 <published>2005-11-12T22:46:38+0200</published>
 <issued>2005-11-12T22:46:38+0200</issued>
 <updated>2005-11-12T22:46:39.459342+0200</updated>
 <link href="http://blog.hodek.net/story/2676" rel="alternate" title="Sony zieht den Schanz ein, legt dafür für den Mac nach" type="text/html"/>
 
 
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 <title>Sony zieht den Schanz ein, legt dafür für den Mac nach</title>
 <id>http://blog.hodek.net/story/2676</id>
 <content type="text/html"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
Der vielbeschimpfte neue <a href="http://blog.hodek.net/story/341410">"Kopierschutz" auf Sonys
Audio-CDs</a> wird nun nach
ausreichend Protesten und ersten Klagen <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/66074">vorerst nicht
mehr</a> produziert.
Immerhin...

Dafür gibt's inzwischen auch eine Version für den
<a href="http://www.heise.de/security/news/meldung/66044">Mac</a>. Die hat
ähnliche Rootkit-Funktionen wie die Windows-Variante. Nur doof, daß
es bei Macs die Autostart-Funktion schon seit längeren aus
Sicherheitsgründen nicht mehr gibt. Deshalb darf der unbedarfte
Anwender sein Passwort eingeben, damit sich der "Kopierschutz" tief
ins System einnisten kann. Tja, selbst schuld, kann man da nur
sagen... Ich würd mich jedenfalls wundern, wenn Software auf einer
Audio-CD beim Installieren nach dem root-Passwort fragen würde.

Und der einfachste, sicherste und auch billigste Schutz gegen solche
Angriffe der Content-Mafia ist und bleibt: Laßt das Zeug im Regal
stehen! :-)

</div></content>

</entry>

<entry>
 <published>2005-11-10T22:15:04+0200</published>
 <issued>2005-11-10T22:15:04+0200</issued>
 <updated>2005-11-10T23:15:00.793822+0200</updated>
 <link href="http://blog.hodek.net/story/789028" rel="alternate" title="Was im ganzen Rummel um Blair untergeht" type="text/html"/>
 
 
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 <title>Was im ganzen Rummel um Blair untergeht</title>
 <id>http://blog.hodek.net/story/789028</id>
 <content type="text/html"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">

Es gab zwar eine Riesenaufregung um die Abstimmung gestern im
britischen Unterhaus, als die Abgeordneten erst die Regierungsvorlage
ablehnten, dann später aber doch einen Kompromiß durchgehen ließen.
Ja, sie haben erreicht, daß die Polizei nun Verdächtige ohne Anklage
"nur" 4 Wochen festhalten darf, statt wie geplant drei Monate.

Das mag man nun positiv oder immer noch nicht so positiv sehen. In
dem ganzen Rummel geht aber leider unter, daß der Rest des terrorism
bill angenommen wurde, der <a href="http://blog.hodek.net/story/683143">schlimm
genug</a> ist. Ein Schelm, wer an
geschickte Ablenkungstatik denkt... oder?

Mr Blair wird in der Presse zitiert mit

<blockquote>

Wir leben nicht in einem Polizeistaat, aber wir leben in einem Land,
das mit der realen und ernsthaften Gefahr des Terrorismus konfrontiert
ist, des Terrorismus, der unseren Lebensstil zerstören und uns
grenzenlosen Schaden zufügen will.

</blockquote>

(Quelle: <a href="http://www.welt.de/data/2005/11/10/801208.html">Die Welt</a>

Tja, Tony, ich denke eher, daß eher die Maßnahmen gegen den
Terrorismus unseren Lebensstil zerstören werden, denn was da
beschlossen wurde, ist ein großer Schritt in den Polizeistaat.


</div></content>

</entry>

<entry>
 <published>2005-11-10T20:53:33+0200</published>
 <issued>2005-11-10T20:53:33+0200</issued>
 <updated>2005-11-10T20:53:33.547399+0200</updated>
 <link href="http://blog.hodek.net/story/16757" rel="alternate" title="Probezeit für Politiker!" type="text/html"/>
 
 
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 <title>Probezeit für Politiker!</title>
 <id>http://blog.hodek.net/story/16757</id>
 <content type="text/html"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
Wunderbar, jetzt haben sich die beiden Wahlverlierer
<a href="http://www.stern.de/politik/deutschland/:Koalitionswirrwarr-Keine-Einigung-K%FCndigungsschutz/549123.html">zusammengerauft</a>
(bzw. die SPD hat sich wohl aus Machtgeilheit über den Tisch ziehen
lassen) und sie haben sich auf die Einführung der angedrohten
2-jährigen Probezeit geeinigt. Angeblich soll das mehr Arbeitsplätze
schaffen *LOL* Das ist doch das Standard-Totschlag-Argument für so
ziemlich alles.

Es ist doch eigentlich jedem klar, daß damit nur eine ziemlich
flexible Befristung auf 2 Jahre geschaffen wird, und daß in manchen
Bereichen die Mitarbeiter so alle 2 Jahre durchrotiert werden.
Befristete Arbeitsverträge gab es bisher schon, aber leider mit der
für die Arbeitgeber unangenehmen Einschränkung, daß es bei der zweiten
Verlängerung einen Anspruch auf eine feste Stelle gab. Die entfällt
nun: Man entläßt kurz vor Ende der Probezeit, fristlos und ohne Angabe
von Gründen, und etwas später kann man den gleichen Menschen ja
nochmal ausprobieren. Und man muß sich nicht mal an eine Befristung
halten, wenn jemand unangenehm wird oder aufmuckt, kann man ihn sofort
rausschmeißen. Aber, jetzt die ketzerische Frage: Entsteht dadurch
wirklich mehr Arbeit??

Ich würde sagen: Gleiches Recht für alle, wir sollten eine ähnliche
Probezeit für Politiker einführen! Falls sie Quatsch bauen, können sie
jederzeit durch eine schnelle Abstimmung aufs Altenteil geschickt
werden, ohne Pensionsansprüche, versteht sich selbstmurmelnd. Keine
Zeitverträge für 4 Jahre mehr, die sind viel zu unflexibel. Damit
schaffen wir mehr Stellen in den Regierungen! (Oder? :-)

</div></content>

</entry>

<entry>
 <published>2005-11-10T00:28:53+0200</published>
 <issued>2005-11-10T00:28:53+0200</issued>
 <updated>2005-11-10T00:28:53.62897+0200</updated>
 <link href="http://blog.hodek.net/story/478450" rel="alternate" title="Telekom: Milliardengewinne und Stellenabbau, paßt wie die Faust aufs Auge" type="text/html"/>
 
 
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 <title>Telekom: Milliardengewinne und Stellenabbau, paßt wie die Faust aufs Auge</title>
 <id>http://blog.hodek.net/story/478450</id>
 <content type="text/html"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
Ja, so geht's zu: Da ist gerade erst das große Heulen und
Zähneklappern ausgebrochen, weil die Telekom 32000 Stellen
<a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/65665">abbauen</a>
will. Und kurz darauf wird ein Überschuß von 4.4 Milliarden
<a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/65919">gemeldet</a>. Für
Otto Normalo und insbesondere die Beschäftigten hört sich das
durchaus, ähm, widersprüchlich an... (Für den Chef Ricke übrigens
<a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/65939">nicht</a>.)

Mag ja sein, daß jeder aus seiner Perspektive irgendwo Recht hat. Die
Mitarbeiter fürchten zu recht, daß viele von ihnen in längerer
Arbeitslosigkeit stranden könnten, der Chef will seine Gewinne
längerfristig sichern. Und das geht nun mal ganz gut mit weniger
Personal, denn das ist ein dicker Kostenposten, die Übrigen werden's
schon erledigen.

Was mich immer mehr bestärkt, daß da irgendetwas grundsätzlich
verkehrt ist. Wenn man es etwas globaler sieht als nur für einen (wenn
auch großen) Konzern, dann drängt sich die Erkenntnis auf, daß wir
einfach immer mehr mit immer weniger Menschen produzieren können.
Eigentlich auch kein Wunder bei zunehmender Automatisierung, oder? Ist
eigentlich auch kein Problem, man könnte ja einfach mehr produzieren,
alle haben mehr und alle sind glücklicher. Hm, aber so simpel scheint
das nicht zu funktionieren... Durch die lokale Optimierung der Firmen
kommt es eher dazu, daß es weniger Arbeit gibt, damit haben die
Konsumenten insgesamt weniger zum ausgeben und können sich damit den
ganzen Krempel, den produziert werden könnte, gar nicht mehr leisten.
Und alle anderen haben das gleiche Problem, exportieren ist also auch
nicht der Königsweg aus dem Dilemma.

Ein Patentrezept kann ich nun leider nicht aus dem Ärmel schütteln,
aber ein Grundgedanke drängt sich schon irgendwie auf: Wenn auch mit
wenig Arbeit trotzdem genug hinten rauskommt, warum sollte die
Gesellschaft dann auf dem puritanischen Grundsatz bestehen, daß
--überspitzt gesagt-- wer nicht arbeitet auch nicht essen soll? Da
gibt es durchaus Ideen in diese Richtung (z.B.
<a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/21/21221/1.html">die</a>), da muß
ich aber erst nochmal etwas forschen, vergleichen und mir Gedanken
machen... Also später mehr zu dem Thema.

</div></content>

</entry>

<entry>
 <published>2005-11-02T19:39:17+0200</published>
 <issued>2005-11-02T19:39:17+0200</issued>
 <updated>2005-11-02T19:39:17+0200</updated>
 <link href="http://blog.hodek.net/story/683143" rel="alternate" title="Der Terror hat gewonnen -- Ermächtigungsgesetz in Großbritannien" type="text/html"/>
 
 
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 <title>Der Terror hat gewonnen -- Ermächtigungsgesetz in Großbritannien</title>
 <id>http://blog.hodek.net/story/683143</id>
 <content type="text/html"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
Es ist unfaßbar, aber leider nur allzu wahr... In Großbritannien steht
ein neues Gesetz
(<a href="http://www.publications.parliament.uk/pa/cm200506/cmbills/055/06055.i-iii.html">Terrorism Bill</a>)
zur Abstimmung, das eigentlich nur noch als Ermächtigungsgesetz
bezeichnet werden kann.

Unter Strafe gestellt werden sollen dabei unter anderem:

<ul class="bodylist">
<li class="bodylistitem">

die Veröffentlichung einer direkten oder indirekten Aufforderung zu
terroristischen Akten, deren Vorbereitung oder Veranlassung

</li>
<li class="bodylistitem">

das Anbieten, Verbreiten, Weitergeben, etc. solcher Aufforderungen
sowie der Besitz mit entsprechender Absicht

</li>
<li class="bodylistitem">

die Veröffentlichung von Informationen, die bei der Vorbereitung oder
Ausführung terroristischer Akte hilfreich sein können

</li>
<li class="bodylistitem">

die Veröffentlichung einer glorifizierenden Darstellung von früherem,
gegenwärtigem oder zukünftigem Terrorismus, wenn diese von Mitgliedern
der Öffentlichkeit wahrscheinlich als Billigung ähnlichen Verhaltens
unter gegebenen Umständen verstanden werden kann

</li>
<li class="bodylistitem">

die Mißachtung eines polizeilichen Zensurbefehls

</li>
</ul>

Der letzte Punkt ist besonders interessant: Es ist vorgesehen, daß die
Polizei (nicht ein Gericht!) beurteilt, ob eine Veröffentlichung unter
die oben genannten Tatbestände fällt. Wenn ja, darf sie nicht nur
gegen den eigentlichen Täter vorgehen, sondern auch gegen Vermittler,
z.B. Verleger, Buchhändler oder Provider. Kommen diese dem
Zensurbefehl nicht binnen zwei Tagen nach, werden sie als Unterstützer
behandelt und damit genauso wie ein Täter. Und zu allem Überfluß gibt
es keine Rechtsmittel gegen eine solche Zensuranordnung.

Da fehlt eigentlich nur noch eine schleichende Ausweitung des eh schon
schwammigen Begriffes "Terrorismus", um eine umfassende Zensur zu
etablieren, gegen die man sich nicht einmal legal wehren kann. Dazu
kommt noch, daß nicht einmal der eigentliche Inhalt von
Veröffentlichungen ausschlaggebend ist, sondern die wahrscheinliche
Wirkung auf die Öffentlichkeit. Da liegt die Wahrheit im geneigten
Auge des Betrachters, Terroristenjägers oder schlechtgelaunten
Hauptwachtmeisters, je nachdem...

Da kann man nur sagen, der Terrorismus hat sein Ziel, die westlichen
Demokratien zu destabilisieren, praktisch schon erreicht. Nicht durch
Chaos, wie man vielleicht denken mochte, sondern indem diese Staaten
langsam aber sicher die Demokratie abschaffen.

Wo bleibt da eigentlich der Aufschrei? Schaffen es wirklich ein paar
Irre und ein paar Bomben, daß wir über Jahrhunderte erkämpfte
Freiheitsrechte einfach wegwerfen? Meinen Schrei habt ihr jedenfalls
gehört jetzt!

Und ist das unseren Politikern nicht auch klar, vor allem da mit
solchen Gesetzen höchstwahrscheinlich nicht allzuviele Terroristen
gefangen werden können. Sind sie so doof (kann ich nicht glauben) oder
ist es pure Absicht? Da muß ja jemand ganz schön Angst haben... aber
nicht vor Terroristen. Ein Anschlag macht vielleicht schlechte
Publicity (dafür müssen Politiker sowie eine Elefantenhaut haben),
aber er wird keine Regierung stürzen. Nein, es muß etwas anderes sein?
Die eigenen Schäfchen vielleicht?

In Deutschlang wäre ein ähnliches Gesetz wohl durchaus
verfassungswidrig, da es grob gegen die Grundrechte der Meinungs- und
Pressefreiheit verstößt und daneben die Trennung von Exekutive und
Judikative aushebelt. Falls in der allgemeinen Panikmachen so etwas
bei uns auch noch kommen sollte und sich auch das Verfassungsgericht
einlullen läßt, dann wäre meiner Meinung nach sogar Artikel 20 (4) des
Grundgesetzes anwendbar:

<blockquote>

Gegen jeden, der es unternimmt, diese [rechtstaatliche] Ordnung zu
beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.

</blockquote>

Hm, wer klopft denn da an der Tür? Moment bitte... huch, die Herren in
grün-weiß?!? Ach, das war schon eine indirekte Aufforderung zu
terroristischen Akten?? Hätte ich gar nicht gedacht, daß man das so
auch interpretieren ka.......

</div></content>

</entry>

<entry>
 <published>2005-11-01T18:12:54+0200</published>
 <issued>2005-11-01T18:12:54+0200</issued>
 <updated>2005-11-01T18:12:54+0200</updated>
 <link href="http://blog.hodek.net/story/341410" rel="alternate" title="Sony Audio-CDs mit Rootkit" type="text/html"/>
 
 
 <link rel="service.edit" href="http://blog.hodek.net/atom@341410" title="Bombenlegers Black Penguin Blog" type="application/atom+xml"/>

 <title>Sony Audio-CDs mit Rootkit</title>
 <id>http://blog.hodek.net/story/341410</id>
 <content type="text/html"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
Wie Mark Russinovich von Sysinternals in seinem
<a href="http://www.sysinternals.com/blog/2005/10/sony-rootkits-and-digital-rights.html">Blog</a>
schreibt, haben einige neuere Audio-CDs von Sony einen ganz üblen
Kopierschutz mit an Bord: Die mitgelieferte Player-Software, die als
einzige den DRM-Kram entschlüsseln kann, enthält zusätzlich ein
Rootkit, um sich selbst vor dem Benutzer und Scannern zu verstecken.
Das passiert durch tiefste Eingriffe in den Betriebssystem-Kern, so
wie es sonst Hackertools machen. Und nicht einmal in den üblichen
Abnick-Lizenzbedingungen findet sich ein Hinweis, daß sich der Player
sich derart daneben benimmt, geschweige denn mit welchen
Nebenwirkungen (Bluescreens etc.)

Da geht die Content-Mafia nun wirklich zu weit. Es ist schon lustig,
welche abstrusen Maßnahmen erfunden werden, um die eigene Kundschaft
zu gängeln. Genauso wie bei HDTV und den DVD-Nachfolgern werden immer
fragwürdigere Mechanismen implementiert, um einen "Kopierschutz" zu
erreichen, den es prinzipiell nicht geben kann. Denn irgendwo müssen
die Daten einfach mal decodiert werden und somit unverschlüsselt
auftauchen. Man kann zwar den Aufwand hochtreiben, der nötig ist, um
an diese Stelle zu kommen, aber 100% sicher geht das simpel und
einfach nicht. Punkt. Sie glauben's nur noch nicht :-)

Und obwohl Sony inzwischen fleißig
<a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/65688">zurückgerudert</a>,
sollte man sich eigentlich grad mit Absicht diesen Stealth-Player auf
einer Wegwerf-Windows-Partition installieren und Sony anschließend
wegen Computer-Sabotage verklagen :-)


</div></content>

</entry>

<entry>
 <published>2005-10-31T19:56:01+0200</published>
 <issued>2005-10-31T19:56:01+0200</issued>
 <updated>2005-10-31T19:56:01+0200</updated>
 <link href="http://blog.hodek.net/story/578875" rel="alternate" title="DMZ-Alternative mit Xen und zweiter Firewall" type="text/html"/>
 
 
 <link rel="service.edit" href="http://blog.hodek.net/atom@578875" title="Bombenlegers Black Penguin Blog" type="application/atom+xml"/>

 <title>DMZ-Alternative mit Xen und zweiter Firewall</title>
 <id>http://blog.hodek.net/story/578875</id>
 <content type="text/html"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
Für mein lokales Netz konnte ich leider keine DMZ (demilitarized zone)
nach der klassischen Firewall-Lehre implementieren. Einmal fehlte
mir dazu ein dritter Port an der Firewall, zum anderen ein zweiter
Serverrechner. Daher habe ich eine Alternative aufgesetzt, die ohne
diese Voraussetzungen auskommt und sicherheitstechnisch ähnlich
positioniert ist.

<div style="width:100%">
 <img src="/pic/284848" alt="dmz.png" class="centered" />
</div>

Bei der üblichen Architektur mit einer DMZ erlaubt die Firewall
Verbindungen vom internen Netz nach außen (grün) und zur DMZ (orange),
von außen aber nur in die DMZ (blau), in der die öffentlich
erreichbaren Dienste beheimatet sind. Selbst bei einem erfolgreichen
Angriff auf einen Rechner der DMZ ist damit kein Zugriff auf Hosts am
internen Netz möglich.

Als Nachteil ist jedoch zu sehen, daß die DMZ-Rechner sich gegenseitig
erreichen können, ohne daß eine weitere Firewall sie voneinander
abschirmt. Für den Angreifer ist es also leichter, weitere DMZ-Hosts
zu übernehmen, sobald er einen davon erobert hat. Meine Variante der
DMZ wurde zwar aus der Not praktischer Einschränkungen geboren,
vermeidet aber dieses Szenario.

<div style="width:100%">
 <img src="/pic/673695" alt="vserver.png" class="centered" />
</div>

Hier gibt es nur ein Netzsegment hinter der Firewall, jedoch ein
virtuelles Netz innerhalb des Servers. Auf diesem laufen mit Hilfe von
<a href="http://www.cl.cam.ac.uk/Research/SRG/netos/xen/">Xen</a> neben dem
eigentlichen internen Server in Domain 0 mehrere virtuelle Server in
unprivilegierten Domains. Für jeden nach außen sichtbaren Dienst
(Mail, Web, Nameserver, ...) gibt es einen eigenen virtuellen Host.
Die Kommunikation der Xen-Domains erfolgt nicht wie sonst üblich eine
virtuelle Ethernet-Bridge, sondern wird vom Kernel auf IP-Ebene
geroutet (was bei den von Xen mitgelieferten Skripten zwar vorgesehen
ist, aber leider etwas stiefmütterlich behandelt wird). Da die
Weiterleitung der Pakete somit auf Layer 3 statt Layer 2 erfolgt, ist
eine Filterung durch eine Firewall in der Domain 0 möglich.

Kommt nun von außen eine Verbindung zu einem sichtbaren Port,
beispielweise 80 (HTTP), leitet die äußere Firewall diese auf die
IP-Adresse des virtuellen Webserver-Hosts um. Die innere Firewall
erlaubt solche Zugriffe auch, und der Webserver kann die Anfrage
beantworten.

Soweit alles ganz normal, der Unterschied zur einer "normalen" DMZ
tritt aber zutage, wenn man einen erfolgreichen Angriff auf den
Webserver durchspielt. In diesem Fall kann die interne Firewall
Verbindungen vom Webserver zu anderen internen Hosts (real oder
virtuell) abfangen und verhindern.

Die weiteren Eckpunkte des Konzepts in Stichpunkten:

<ul class="bodylist">
<li class="bodylistitem">

Jeder von außen erreichbare Dienst läuft auf einem eigenen
virtuellen Host (oder ausnahmsweise eine eng verwandte Gruppe von
Diensten). Falls dieser einmal einem Angriff zum Opfer fallen sollte,
so ist wenigstens nur er allein davon betroffen, keine weiteren
Dienste.

</li>
<li class="bodylistitem">

Die virtuellen Server werden alle durch die Firewall in Domain 0
abgeschottet, d.h. für sie sind von außen nur genau die nötigen Ports
freigeschaltet, und umgekehrt dürfen sie nur soweit wie unbedingt
nötig auf Domain 0 oder nach außen zugreifen.
Dies erschwert es einem erfolgreichen Angreifer, von seinem
Brückenkopf aus weitere Attacken durchzuführen.

</li>
<li class="bodylistitem">

Wichtig ist auch, daß die abschirmende Firewall nicht auf den
virtuellen Servern selbst läuft, denn sonst könnte ein Angreifer, der
root-Rechte erlangt hat, sie leicht umgehen.

</li>
<li class="bodylistitem">

Die virtuellen Server können von außen nur über Portforwarding
erreicht werden. Damit laufen zwar von außen kommende Pakete durch das
interne Netz, ihr Ziel wird aber von der äußeren Firewall kontrolliert
und es können keine beliebigen internen Rechner erreicht werden.

</li>
<li class="bodylistitem">

Interne Rechner greifen normalerweise nicht direkt auf die
Dienste der virtuellen Server zu, damit sie nicht unmittelbar mit
unter Umständen fremdkontrollierten Servern zu tun haben. Eine
Ausnahme habe ich für den Webserver gemacht, da es unverhältnismäßig
umständlich erschien, einen zweiten Webserver mit den gleichen Daten
zu betreiben und beide konsistent zu halten. In anderen Fällen, z.B.
für den Mailserver, gibt es einen Proxy auf dem internen Server in
Domain 0.

</li>
</ul>

Vergleicht man dieses Konzept mit dem der klassischen DMZ, punktet die
Abschottung der virtuellen Serverhosts gegenüber einander und dem Rest
des internen Netzes. Als Nachteil ist zu werten, daß von außen
stammende Daten durch das interne Netz geleitet werden. Eine
Entschärfung kommt jedoch dadurch zustande, daß das Ziel dieser Daten
von der äußeren Firewall festgelegt wird und nicht beliebige interne
Hosts erreicht werden können.

</div></content>

</entry>

<entry>
 <published>2005-10-27T21:01:36+0200</published>
 <issued>2005-10-27T21:01:36+0200</issued>
 <updated>2005-10-27T21:01:36+0200</updated>
 <link href="http://blog.hodek.net/story/243233" rel="alternate" title="Propagandamaschine" type="text/html"/>
 
 
 <link rel="service.edit" href="http://blog.hodek.net/atom@243233" title="Bombenlegers Black Penguin Blog" type="application/atom+xml"/>

 <title>Propagandamaschine</title>
 <id>http://blog.hodek.net/story/243233</id>
 <content type="text/html"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
Als ich die Heise-Meldung <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/65424">Adelheid und ihre Raubkopierer</a> gelesen
habe, konnte ich mich vor Lachen kaum mehr halten. Die
Propagandamaschine läuft auf Hochtouren, gemäß dem
Goebbels-Prinzip, daß man alles irgendwann glaubt, wenn's nur oft
genug wiederholt wird. Zitat:

<blockquote>

In der besagten Folge stellt sich ein Toter als "ehemaliger
Raubkopierer" heraus, dessen Wohnung von einem Musiker "aus Zorn über
Raubkopien" verwüstet wurde.

</blockquote>

*LOL* Also, wenn ein Künstler so weit geht, nur weil ihm
<em>vielleicht</em> ein paar Groschen entgangen sind (es ist ja noch
lange nicht bewiesen, daß die "Kopierer" seine Ergüsse sonst gekauft
hätten, und selbst dann hätte er vom Erlös höchstens mal 10%
abbekommen), dann wage ich mal zu bezweifeln, ob man ihn guten
Gewissens noch als Künstler bezeichnen sollte. Es geht im
offensichtlich weniger um seine Musik und seinen Namen als ums Geld
scheffeln.

Ein echter Musiker hätte sich wohl eher den Manager seines
Musikkonzerns vergeknöpft, der ihn ständig drängelt, neue und
kommerziell erfolgreiche Hits abzusondern, mit die Rotation nicht gar
so langweilig wird. Daß dabei nur noch Raubintonationen rauskommen
(a.k.a Coverversionen :-) stört den Manager ja nicht, solang der Rubel
rollt. Und tut der's nicht mehr, kann man immer noch auf die bösen
Raubkopierer schimpfen.

Ach ja, kurz darauf wurde dann entdeckt, daß angeblich Hacker Vor- und
Rückwärtsverlinkungen auf der Adelheid-Seite der ARD verändert hätten
(<a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/65441">Adelheid und ihre Hacker</a>). Irgendwie hört
sich das ja nicht so ganz plausibel an... Ein Hacker solcher Güte, daß
er keinerlei verwertbare Spuren hinterläßt, verändert nur zwei Links,
und das ausgerechnet noch auf Pornoseiten, die keinerlei Protest zum
Thema darstellen? Da mag man doch eher daran glauben, daß der Autor
der Seite einen peinsamen cut&amp;paste-Fehler begangen hat, oder? :-)

</div></content>

</entry>

<entry>
 <published>2005-10-13T20:38:00+0200</published>
 <issued>2005-10-13T20:38:00+0200</issued>
 <updated>2005-10-13T20:38:00+0200</updated>
 <link href="http://blog.hodek.net/story/74037" rel="alternate" title="Überwachung, koste es, was es wolle" type="text/html"/>
 
 
 <link rel="service.edit" href="http://blog.hodek.net/atom@74037" title="Bombenlegers Black Penguin Blog" type="application/atom+xml"/>

 <title>Überwachung, koste es, was es wolle</title>
 <id>http://blog.hodek.net/story/74037</id>
 <content type="text/html"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
Jetzt geht es wieder los wie vor nicht allzulanger Zeit bei den
Software-Patenten: Wenn das Parlament nicht so tut wie gewünscht, dann
ignorieren die Mächtigen es eben einfach:

<blockquote>

Clarke pocht nun darauf, dass das Parlament den Vorschlag der
Kommission bereits in 1. Lesung Mitte Dezember ohne lange Debatten
absegnen soll. [...] Den Rahmenbeschluss wollen die Minister aber
parallel weiter vorantreiben, falls sich das bei der Richtlinie
beteiligte EU-Parlament quer legen sollte.

</blockquote>

(Quelle: <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/64844">Heise Newsticker</a>)

Mensch, da sollen die Herren Ratsminister doch gleich ehrlich sein und
offen zugeben, daß ihnen das Parlament schnurzegal ist. Wenn sie noch
ehrlicher wären, könnten sie es auch gleich ganz abschaffen. Aber
Ehrlichkeit ist schließlich ein K.O.-Kriterium in einer
Politikerkarriere, also sollten wir damit nicht rechnen. Außerdem muß
ja die Fassade vor der Multiple-Choice-Diktatur schon stehenbleiben...

Aber zurück zu den europäischen Überwachungsplänen: Ich frage mich
immer noch, wie man sich das eigentlich vorstellt. Da wird einerseits
behauptet, man wäre nur an Verbindungsdaten interessiert (wer wann mit
wem), nicht an den Kommunikationsinhalten. Auf der anderen Seite
streitet man sich, ob man nun z.B. Chats auch mit überwachen soll oder
nicht. Allein die Erkennung, ob es sich um eine Chat-Verbindung
handelt, setzt aber schon eine gewisse Inhaltsanalyse voraus (man
denke z.B. an Webchats). Noch ein anderes Beispiel: IRC (Internet
Relay Chat) ist zwar normalerweise auf Port 6667, also könnte man alle
Connects zu dieser Portnummer aufzeichnen. Aber was hindert mich,
einen IRC-Server auf Port 6668 zu starten? Im Endeffekt müsste man
also gleich alle TCP-Connects und alle UDP-Header aufzeichnen, oder?

Haben die Überwachungsfetischisten denn überhaupt eine Vorstellung,
welche Datenmengen da zusammenkommen? Nur eine Überschlagsrechnung:
Nehmen wir mal an, ein vernetzer Rechner macht 2 Connects pro Sekunde.
Das ist für Privatrechner hoch gegriffen, für Server aber viel zu
wenig. Na gut, vielleicht mittelt es sich raus, und es ist ja alles
nur geschätzt. Nun multiplizieren wir das mit der Anzahl Rechner im
Internet, im Moment vielleicht 200 Millionen (sehr vorsichtig). Klar
steht nicht jeder davon in Europa, aber auch diese können gelegentlich
nach Europa verbinden. Rechnen wir mal mit der Hälfte weiter, also 100
Millionen. Dann hat jeder Monat noch ungefähr 2.6 Millionen Sekunden.
Und nehmen wir mal minimalistisch 16 Byte pro Logging-Eintrag an (2
IPs, Zeitstempel, Protokoll, Port). Alles zusammen kommt man damit auf
über 8300 Terabyte <em>pro Monat!</em>.

Wer soll diesen gigantischen Datenhaufen eigentlich speichern oder
durchsuchen?? Ich habe immer mehr den Eindruck, da hat jemand nicht
so ganz verstanden, wie das Internet funktioniert...

Und das sind erstmal die Rohdaten, keinerlei Indizierung oder
ähnliches, um diesen wüsten Haufen auch durchsuchbar zu machen. Dafür
darf man nochmal 40..50% draufschlagen (Indices über IP und Zeit
beispielsweise), also erhöhen wir auf 11700 Terabyte. Jetzt rechnen
wir das Ganze nochmal auf Festplatten um: Ein gutes
Preis/Leistungsverhältnis haben gerade 300GB-Platten, mit Mengenrabatt
dürfte da eine für ca. 100 Euro zu haben sein. 11700000 GB / 300 GB
sind 39000 Platten <em>pro Monat</em> und damit 3.9 Mio. Euro Ausgaben
für die Speichermedien. Na gut, so kurbelt man wenigstens die
Festplatten-Industrie an... nur dumm, daß die Gewinne nach USA und
Ostasien laufen :-O Und bezahlen darf den Unsinn eh der Verbraucher,
egal ob nun über Steuern oder erhöhte Telefon/Internet-Gebühren.

</div></content>

</entry>

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 <published>2005-10-11T23:15:00+0200</published>
 <issued>2005-10-11T23:15:00+0200</issued>
 <updated>2005-10-11T23:15:00+0200</updated>
 <link href="http://blog.hodek.net/story/889888" rel="alternate" title="Ohje, das Merkel wird nun doch noch Kanzler" type="text/html"/>
 
 
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 <title>Ohje, das Merkel wird nun doch noch Kanzler</title>
 <id>http://blog.hodek.net/story/889888</id>
 <content type="text/html"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
Nun ist es endlich raus: Das Merkel darf sich nun doch den
Herzenswunsch erfüllen und Kanzler werden. Aber leider ohne die
Westerwelle, wie eigentlich gewünscht. Dafür konnte wenigstens der
Macho-Schröder aus dem Rennen gekickt werden, der sich bei der
Elefantenrunde ja reichlich wie das Alphamännchen im Porzellanladen
benommen hat. Geschieht ihm eigentlich nur recht...

Nachdem nun endlich die entscheidende Frage geklärt ist, wer Obermufti
wird, kann der Rest, den man vielleicht zu tun gedenkt (aber es kommt
ja immer anders als man denkt, jaja...), mal ganz schnell
durchgenudelt werden. Da kann man sich weitgehend einig sein.
Jedenfalls wird's neoliberal-globalistisch, weil es ja gar nicht
anders geht, wie uns bis zum Erbrechen gepredigt wird. Ob da die
Tönung nun mehr rot oder mehr schwarz ist, ist eigentlich schon egal.
Und über den unwichtigen Rest kann man sich dann gelegentlich in die
Haare bekommen. Damit läßt sich bei Bedarf immer ein richtig guter
Vorwand finden, daß man eigentlich gar keine Lust hat, was zu tun,
sondern sich lieber nur an der Macht erfreut.

</div></content>

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